Die Liebe Gottes weitergeben - Pastorin Maike Selmayr in Selsingen eingeführt
Selsingen. „In meiner bisherigen Arbeit habe ich erfahren, dass viele Menschen Angst vor dem ‚Jüngsten Gericht‘ haben“, berichtet die am 6. Juni eingeführte neue Selsinger Pastorin Maike Selmayr. Dieser Angst wolle sie mit Gottes Liebe begegnen. „Ich hoffe, dass wir über diese Liebe ins Gespräch kommen“, ergänzt die junge Theologin. In ihrem Leben habe sie die Zuwendung Gottes oft gespürt und würde die Gewissheit der bedingungslosen Liebe in ihrer neuen Gemeinde gerne weitergeben.
Dass die in Karlsruhe geborene ehemalige „Pilgerpastorin“ dazu Gelegenheit haben wird, daran ließ der Selsinger Pastor Andreas Paulig keinen Zweifel. Der hiesige Kirchenvorstand „freue sich riesig“ über Maike Selmayr. Sie sei ein Geschenk für die Gemeinde, betonte der ehemalige Missionar und begrüßte neben der Familie der neuen Kollegin auch eine Delegation aus Loccum, die ihrer Pastorin zur Einführung in ihren neuen Wirkungskreis gefolgt war. Dazu gehörte ebenfalls der Loccumer Pastor Joachim Köhler. Er bescheinigte seiner ehemaligen Kollegin mit der Verlesung der Urkunde der Landeskirche Hannover das Amt einer "Pastorin auf Probe".
Superintendent Wilhelm Helmers überreichte Maike Selmayr gleich sechs Symbolgeschenke zum Start in Selsingen. Blasenpflaster sollen der jungen Theologin helfen, weite Wege zu denen zu gehen, die vom Evangelium weit entfernt seien.
Mit einer Bürste und einem Massageigel solle sich die erfahrene Pilgerin nach schmutzigen und anstrengenden Wegen etwas Gutes tun. Auch Erfrischungsspray und Eisgel für einen kühlen Kopf und "frische Begegnungen" brachte der leitende Theologe in einem Karton nach Selsingen mit. Während diese fünf "kleinen Helfer" bei der neuen Pastorin auf Wohlwollen stießen, winkte Sie bei dem sechsten Geschenk, einem Fläschchen lila Nagellack für Farbe in der Gemeindearbeit ab. "Das ist nicht so mein Ding", lies die naturverbundene Theologin in Bezug auf lackierte Fingernägel wissen.
In ihrer Predigt über einen neutestamentlichen Brieftext zum Thema "Liebe Gottes" ließ die 37jährige Pastorin die Gottesdienstbesucher und –besucherinnen in ihre Schulzeit blicken. "Während ich mich in der Schule oft einsam und unverstanden gefühlt habe, haben mir meine Familie und die gemeinsamen Urlaube an der Küste sehr viel bedeutet", so Maike Selmayr. Hier habe sie Gottes Liebe gespürt, die sie ebenfalls in das Evangelium des Sonntags eintragen wolle. Aus ihrer Sicht würde die Liebe Gottes in Jesus Menschen vor Gericht und Hölle bewahren. Die selbst erfahrene Liebe in der Gemeinde weiter zu geben, darauf freue sie sich ganz besonders.
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