Kondolenzbuch

Die Kirchengemeinde Selsingen und die Samtgemeinde Selsingen bieten in der St. Lamberti-Kirche Selsingen, Hauptstraße 14, ab Dienstag,6.4.2010 einen Ort der Trauer für die drei in Afghanistan getöteten Soldaten aus der im Gemeindegebiet gelegenen Kaserne Seedorf an. Ein Kondolenzbuch wird durch Selsingens Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers und den Pressesprecher des Kirchenkreises Bremervörde - Zeven Pastor Kay Oppermann um 14.30 Uhr ausgelegt. Die St. Lambertikirche in Selsingen ist danach täglich von 10 – 18 Uhr für Gebete und stille Anteilnahme geöffnet sein.

„In unseren Gedanken sind wir bei den drei Familien der gefallenen Soldaten am Kundus. In unseren Gebeten bitten wir um Gottes Trost und Beistand für die betroffenen Familien und die Kameraden der Gefallenen. Wir halten mit Ihnen inne und klagen Gott unser Leid.“ heißt es auf der ersten Seite des Buches, in das in den kommenden Tagen viele Menschen der Region ihre Trauer und Bestürzung niederschreiben werden. „Als Christen glauben und hoffen wir gleichzeitig auf eine neue und bessere Welt, in der Trauer und Tod keine Bedeutung mehr haben werden. Wir glauben daran, dass in Gottes Reich Krieg und Leid keine Rolle mehr spielen, “ so Pastor Kay Oppermann.

An alle hinterbliebenen Familien

wir, Helmut und Birgit, möchten unser aufrichtiges Beileid bekunden.
Es hat uns sehr ergriffen, wir wohnen in Bremen, mein Mann ist Lkw-Fahrer und wir sind beim Ausladen durch die Stadt Selsingen gefahren und haben die Trauerflor an den Ortsschildern gesehen, wo uns beiden ein ganz dicker Kloß im Hals steckte. Wir kommen beide ursprünglich aus Bayern und haben das ganze in den Nachrichten mit gekriegt. Tut uns sehr leid, behaltet Eure Lieben in Euren Herzen.
Helmut und Birgit

Der Tod unserer Fallschirmjäger

Ich habe den Tod kennengelernt. Im vergangenen Jahr musste ich meine liebe Frau beerdigen und im vergangenen Monat meinen Vater. Ich weiß genau, wie es jemaqndem geht, wenn er einen Menschen verliert, den er liebt Ich weiß auch, dass einer Person, die um einen Angehörigen trauert, Worte nicht wirklich ein Trost sein können. Ich möchte trotzdem diesen Weg wählen, um den Angehörigen unserer gefallenen Soldaten zu sagen, dass es mir ein Bedürfnis gewesen wäre, an dieser Trauerfeier teilzunehmen. Leider musste ich das alles im Krankenhaus miterleben, also gar nicht. Zu meiner Person, ich bin seit 1979 Angehöriger der Standortverwaltung Seedorf und ich identifiziere mich auch mit dieser Dienststelle, auch wenn sie heute anders heißt. Ich bin seit 35 Jahren aktiv im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr im Vorstand tätig. Und ich habe auch bei 2 Kameraden den Sarg getragen und in die Grube niedergelassen. Es waren Kameraden, die mir persönlich nahe standen. Jetzt ist die Situation anders. Ich darf und kann den Sarg nicht tragen (obwohl es für mich eine Ehre gewesen wäre, wenn ich unter xKameraden ausgewählt worden wäre). Ich kann nur in meiner stillen Trauer um die gefallenen Kameraden sagen: Männer, ich hoffe, dass Euer Opfer nicht vergebens war.

Heute Nachmittag kam im Radio, dass schon wieder 4 deutsche Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen sind. Nimmt dieser Irrsinn denn gar kein Ende. Am Nachmittag hieß es, es ist nicht auszuschließen, dass die Gefallenen aus unserer Kaserne kommen.

Nein, ich will das nicht! Der Tod soll nicht zusammen mit mir an einem Arbeitsplatz sitzen. Ich will das nicht. Ich weiß auch nicht, was ich den Angehörigen der Kameraden jetzt wirklich tröstendes sagen kann. Leute, ich habe Tränen in den Augen und ich leide genauso wie Ihr.

Hans-Joachim Scherf
Dienstleistungszentrum Rotenburg
Standortservice Seedorf
Objektmanagement

Kondolenz

Meine Frau und ich möchten den Angehörigen der gefallenen Soldaten unser tiefstes Beileid aussprechen. Wir bedanken uns bei Ihnen und bei den Kameraden die ihr Leben im Dienst des Volkes gelassen haben. Wir denken an sie und beten für sie in diesen schweren Stunden.

OLt d. R. Dr. O. Klein, Hamburg

Trauerfeier für gefallene Soldaten

Ich hoffe innigst, dass den Worten des Bundesministers der Verteidigung und der Bundeskanzlerin in der Trauerfeierlichkeit Taten folgen. Sprich: Fürsorgepflicht und Alimentation gegebenüber den Angehörigen der betroffenen Familien, den mein tiefstes Mitgefühl gilt.

Trauerfeier

Sehr geehrte Familien der gefallenen Soldaten,
meine Familie und ich sprechen Ihnen und Ihren weiteren Angehörigen unser tiefes Beileid aus und wünschen Ihnen Kraft die Zeit ohne Ihre Lieben zu überstehen.
Wir denken an Sie
Familie Burde aus Berlin

Krieg und Leid

"Glück ab"...

...aus der Ferne.

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Kondolenz

Für 'eine neue und bessere Welt' müssen wir kämpfen - so lese ich. Wir - die wir nach Euch sind! Ihr dürft nicht vergessen sein, wie all' die Opfer vor Euch! Wir müssen Politik vehement auffordern und erinnern, sie aufwecken und 'wachklopfen' - solange sie selbst den Wecker nicht rasseln hören.

Ich bin gedanklich mit Euren Famillien, denen es jetzt gerade richtig schlecht geht ... ihnen gilt mein ganz herzliches Beileid!

Kondolenzbuch

Wir möchten auf diesem Weg den Familien, Angehörigen und Freunden der gefallenen Soldaten unser tiefempfundenes Beileid aussprechen. Wir sind in Gedanken bei ihnen und hoffen das sie die Kraft haben dieses schlimme Schicksal zu tragen.
Hochachtungsvoll Kerstin und Steffen Rehfeld aus Sachsen

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