Kalenderblatt vom 21. Februar 2018

Losung

Der HERR wird vor euch herziehen und der Gott Israels euren Zug beschließen.

Jesaja 52,12

Lehrtext

Wir sollen desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.

Hebräer 2,1

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 18. Februar 2018 bis Samstag, 24. Februar 2018

Wochenspruch

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Joh 3, 8b)

Feiertag

Invokavit

Erklärung

Der Name des Sonntags Invokavit leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: "Invocavit me, et ergo exaudiam eum" (Ps 91, 15; deutsch s. unten, wörtliche Übersetzung von "Invokavit" hervorgehoben).
Der Sonntag Invokavit hat die Geschichte der Versuchung Jesu zum Thema. Versuchung ist inzwischen zu einem altertümlichen Begriff geworden, vor allem deshalb, weil die Frage nach dem Versuchenden immer deutlicher gestellt wurde und wird. Gibt es ihn überhaupt? Entspringt die Versuchung nicht ausschließlich in einem selbst? Diese Entwicklung muss auf jeden Fall berücksichtigt werden, wenn wir von Versuchung sprechen. Die Vorstellung eines leibhaftigen Versuchers als des Teufels ruft höchstens noch ein müdes Lächeln hervor; das Arbeiten mit solchen Bildern in der Predigt ist heutzutage ausgesprochen schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Die Frage nach dem Versuchenden bleibt, sei es nun die Person selbst oder eine von außen wirkende Kraft. Und immerhin finden wir den Begriff noch in der deutschen Sprache, wenn z.B. gesagt wird: "Ich bin versucht, das und das zu kaufen." Aber hier hat es gewiss nicht mehr den Sinn, den es in der Bibel hat.

Thema

Versuchung

2. Kor 6, 1-10

1 Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfangt.

2 Denn er spricht (Jesaja 49,8): »Ich habe dich zur willkommenen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.« Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

3 Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit dieser Dienst nicht verlästert werde;

4 sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten, 

5 in Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhr, in Mühen, im Wachen, im Fasten,

6 in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe,

7 in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken,

8 in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig; 

9 als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht getötet;

10 als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.

Andacht der Woche

Biblischer Text: Jesaja 55, 10f. (entspricht nicht dem vorgeschriebenen Predigttext)
 
Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
 
„Was ist das wieder für ein Wetter heute!“ „So gehst du aber nicht aus dem Haus!“ „Auf mich hört ja wieder keiner!“ Gründe zum Meckern finden sich genug. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie sehr die Verbindung im Gespräch oder in einer Gruppe aus gemeinsamer Jammerei besteht? Unfähige Vorgesetzte, korrupte Politiker, mieses Wetter – Gründe zum Meckern finden sich leicht. Gründe zum Loben dagegen?
Jetzt beginnt wieder die Fastenzeit. Sieben Wochen, in denen viele bewusst auf etwas verzichten. Wer dabei so richtig an seine Grenzen stoßen will, der sollte statt Alkohol oder Schokolade mal der Jammerei entsagen! Keinen Frust ventilieren, über keinen Stress stöhnen.  Ich fürchte, so ein Mecker-Fasten kommt einem Schweigegelübde gleich. Was habe ich denn dann noch zu sagen?
Ein kluges Sprichwort sagt: „In einem guten Wort steckt Wärme für drei Winter“! Gute Worte, Lob und Anerkennung sind echte Heiz- und Herzkraftwerke, denn sie machen, dass es einem warm wird ums Herz. Gute Worte lassen Sprecher und Empfänger aufblühen. Einen Versuch ist es wert. Keine Meckerei, ausschließlich Positives sagen. Nach ein bisschen Eingewöhnungszeit vermissen wir den Quengel-Tick vielleicht gar nicht so sehr. Es ist viel schöner, Anerkennung auszusprechen. Ich höre Lob ja auch viel lieber als Kritik. Wie fruchtbarer Regen, der wachsen lässt und gute Früchte bringt, so sollen eure Worte sein, sagt Gott. Er weiß, wovon er spricht. Sein Wort lässt hoffen! Obwohl – wer von uns Menschen schafft das schon? Ich mein, mal ehrlich... Aber nein,  ich will  nicht gleich wieder meckern. Im Gegenteil! Ich probier´s.
 
Pastorin Marianne Gorka

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Pastorin Cathrin Meenken

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Morgenandacht

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Zum 75sten Todestag von Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst erzählt Robert Zoske von drei Freiheitskämpfern der Weißen Rose.

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Wochenlied

Ein feste Burg ist unser Gott (EG 362) und Ach bleib mit deiner Gnade (EG 347)

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