Sonder-Kontakt Nr. 35

Nachricht Selsingen, 20. April 2021

WEIß

Liebe Leserin, lieber Leser,

Weiß fällt ins Auge. Wenn es besonders festlich sein soll, wird die weiße Tischdecke auf den Tisch gelegt, eine festliche Tafel wird daraus. Die Braut trägt ein weißes Kleid. Sean Connery als James Bond in „Goldfinger“ trägt einen weißen Smoking, 61 Jahre später sein Nachfolger Daniel Craig in „Spectre“ ebenfalls. Marylin Monroes weißes Kleid ist unvergessen und wird es auch bleiben. Weiße Turnschuhe sind seit mindestens zwei Jahren an vielen Füßen zu sehen. Pur und lässig. Soll es mal förmlicher sein, zeigt das weiße Hemd oder die Bluse Respekt vor dem Anlass und dem Gegenüber. Das Geschirr „Maria weiß“ von Rosenthal steht in viele Schränken und Vitrinen und wird von Generation zu Generation weitergegeben, 105 Jahre alt ist das Design! Was reinweiß ist, ist meistens neu – ungebraucht, ohne Spuren. Ich denke auch an Wolken, an Schnee, an ein unbeschriebenes Blatt Papier. Ich sehe ein Segel im Wind wehen über dem blauen Meer. Zucker und Salz rieseln in eine große Rührschüssel und verwandeln sich in leckeren Kuchen.

Weiß ist die Summe aller Farben. Sie steht für Jesus Christus. Weiß ist die Farbe des Lichtes und Jesus Christus ist das Licht der Welt. Sie ist die Farbe der Auferstehung und erhellt die Osterzeit mit ihrem Glanz. Diese Jahreszeit trägt weiß! Es ist die Farbe des Jubelns.

Farben beeinflussen unsere Wahrnehmung, können eine Stimmung hervorrufen, sprechen uraltes Wissen in uns an. Menschen haben sich seit jeher mit bestimmten Farben geschmückt oder sie zu besonderen Anlässen mit Bedacht ausgewählt.

In meinem Konfirmandenunterricht habe ich zum ersten Mal etwas davon gehört, dass zu den verschiedenen Zeiten des Kirchenjahrs Farben gehören. Vielleicht erinnern Sie sich auch daran, einmal den Festkreis des Kirchenjahres mit Buntstiften auszumalen und die Zusammenhänge der Festtage auf diese Weise zu erkennen: Welche Sonntage haben die gleiche Farbe? Ach, da gibt es sogar auch rosa?

Vielleicht erscheint Ihnen die Jubelzeit in diesem Jahr nicht angebracht. Ist es grotesk oder vielleicht sogar weltfremd, unter den aktuellen Umständen ausgelassen fröhlich zu sein? Da ist für mich auch etwas dran. Manchmal kommt es vor, dass die Farbe meines persönlichen Lebens und die Farbe des Kirchenjahres gar nicht zusammenzupassen oder sich sogar auszuschließen scheinen. Darin liegt eine Spannung, die ich nicht immer auflösen kann. Manchmal finde ich darin aber auch einen Schatz:

  • Die Zeit verläuft nicht linear, sie läuft nicht einfach ab. Die Zeit ist eher wie ein Kreis. Etwas vergeht, etwas Anderes kommt neu hinzu. Zeiten des Lebens wiederholen sich.
  • Das Leben hat einen Rhythmus, der mir eine Sicherheit gibt.  
  • Ich bin nicht der Mittelpunkt und das muss ich auch nicht sein. Ich ordne mich mit meinem Leben in den größeren Zusammenhang der Schöpfung, der Familie Gottes ein.
  • Gottes Geschichte mit den Menschen ist mit meinem Leben verwoben.
  • Gott geht mit mir, auch wenn ich mich ihm fern fühle.
  • Gott geht mit allen Menschen durch alle Zeiten: durch dunkle und helle und ganz normale Zeiten.

Welche Gründe zum Jubeln gibt es an diesem Tag für dich/für Sie? Und welche Anliegen bedürfen der Klage und Fürbitte? Ich lade Sie ein zum Gebet.

Gott des Lichtes, ich bringe vor dich meinen Jubel… Ich lobe dich für alle großartigen Situationen und Menschen, die du mir schenkst und danke dir für… Ich nenne dir auch, was man Herz schwer macht… Gott, schenke uns Vertrauen, schenke uns dein Licht. Du bist unsere Hoffnung. Amen.

Herzliche Grüße, Sarina Alpers

Bastelidee (vielleicht auch zu Muttertag :-))

Fröhlich-Macher und Freudenbotschafter: Blumentöpfe aus Milchtüten mit Botschaften!

Du brauchst: Milchtüten, Schere, Filzstifte/Brushpens zum Beschriften, Pflanze

Anleitung:

  • Milchtüten gründlich ausspülen und oberes Viertel abschneiden
  • Die obere Schicht der Tüte an der Nahtstelle bis nach unten vorsichtig ablösen und langsam rundherum abziehen. Sollten sich noch kleine Reststücke auf der Oberfläche befinden, leicht befeuchten und dann entfernen.
  • Alternative: die Milchtüte zerknautschen und dann die obere Schicht entfernen.
  • Rand umkrempeln: Damit der Rand nicht einreißt, kurz in Wasser einweichen.
  • Die Tüte kann nun mit einer Grußbotschaft oder einem Spruch schön beschriftet werden.

Pilgerwege

Lassen Sie sich einladen auf einen der vier Pilgerrundwege in unserer Kirchengemeinde! Die Rundwege mit ihren Impulsen laden ein, mit sich selbst, mit der Welt und mit dem Ursprung, Gott stärker in Einklang zu kommen. Entlang der Rundwege gibt es vier Impulse zum Nachdenken, Besinnen und Wünsche für den Weg. 11.04.2021 - 06.06.2021. Weitere Informationen unter https://www.kirche-selsingen.de/aktuelles/2021_04_06 oder bei Ingrid Brunkhorst, Telefon 04284 926967 oder Martina Dreyer-Lemmermann, Telefon 04284 95021.

 

Zu den Gottesdiensten unserer Kirchengemeinde

Jeden Sonntag ab 11 Uhr gibt es einen neuen Video-Gottesdienst. Auf YouTube sind wir unter „St. Lamberti-Kirchengemeinde“ zu finden. 

Sonder-Kontakt

Jeden Dienstag gibt es während des Lockdowns einen Sonder-Kontakt. Mitnahmestellen sind: Edeka-Böttjer, Penny, Getränke-Albrecht, Esso-Tankstelle, Geestland-Apotheke und Alte Apotheke sowie auf unserer Homepage. Nehmen Sie gerne auch Sonder-Kontakte für ihre Nachbarn mit!

Telefonandacht

Unter der Telefonnummer 04284 - 514 99 88 können Sie jeden Tag eine Geschichte oder einen Impuls für den Tag hören. Es wechseln sich Mitglieder des Kirchenvorstands und hauptamtlich Mitarbeitende ab.

Sarina Alpers
Tel.: 04284 396